Expeditions

Totale Mondfinsternis am 31. Januar 2018 in Hawaii

Beschreibung der astronomischen Expedition

Am 31. Januar 2018 tritt der Vollmond in den Kernschatten der Erde ein. Es handelt sich um eine totale Mondfinsternis. Die gesamte sichtbare Finsternis mit den partiellen Phasen beträgt knapp 4 Stunden (3 Stunden 54 Minuten). Die faszinierendste Phase des roten Mondes, die komplette Verdunkelung selbst, beträgt  fast 2 Stunden (1 Stunde 53 Minuten).

 

Wer gerne mal in seinem Leben dieses faszinierende kosmische Schauspiel erleben möchte, begibt sich am besten auf eine astronomische Expedition zu den exotischsten Plätzen unserer Erde. Die in Europa Daheimgebliebenen werden dieses kosmologische Großereignis nicht sehen können, weil die Mondfinsternis in Europa unsichtbar für den Betrachter unter dem Horizont seinen Verlauf nehmen würde. Der ideale Ort für die Beobachtung und das Fotografieren des roten Mondes wird die hawaiianische Inselkette im Pazifischen Ozean sein. Die größte Insel Hawaiis -  Big Island beheimatet den höchsten Vulkan unserer Erde, vom Meeresgrund gemessen: den Mauna Kea mit 4205 m Höhe. Dieser Vulkan stellt eine ideale Ausgangsbasis für die Sichtbarkeitsbedingungen des kosmischen Naturschauspiels. Zum einen entkommt der Abenteurer der künstlichen Lichtverschmutzung der menschlichen Zivilisation, auf einer Höhe von 2800 m (am astronomischen Informationszentrum „Onizuka Center for International Astronomy“) und zum anderen besteht eine höhere Wahrscheinlichkeit, über den Wolken freie Sicht zu bekommen. Die nächste totale Mondfinsternis findet erst wieder in 4 Jahren statt.

 


Ablauf der astronomischen Expedition

Tag 1 (Mittwoch, den 24.01.2018)

Abflug nach Hawaii

 

Flug von Frankfurt nach Honolulu, Hawaii.

 

 

 

 


Tag 2 (Donnerstag, den 25.01.2018) Ankunft in Honolulu 

 

Die erste Übernachtung findet am Donnerstag, den 25. Januar 2018 in Honolulu in einem Hotel statt.


Tag 3 (Freitag, den 26.01.2018) Begrüßung – Feuerwerksfotografie auf dem Magic Island Lagoon. 

 

Eugen Kamenew wird Sie mit einem Aloha - Vortrag begrüßen. Dabei wird das fotografische Programm für die kommenden Tage vorgestellt. Am gleichen Abend, am Freitag, den 26. Januar 2018 findet um 19:45 Uhr im Hilton Waikoloa Village ein Feuerwerk statt. Nach einer theoretischen Einführung, wie man die Feuerwerke technisch und ästhetisch am besten in Szene setzen kann, wird das eigentliche Feuerwerk vom Magic Island Lagoon für  schöne Erinnerungen festgehalten. Anschließend wird eine Bildanalyse in der Gruppe durchgeführt.


Tag 4 (Samstag, den 27.01.2018)  Fotografieren des Sternenhimmels am astronomischen Informationszentrum (Onizuka Center for International Astronomy)

Flug mit Hawaiian Airlines von Honolulu, Oahu nach Hilo, Big Island. Check-in in einem Hotel in Hilo. Um 18:00 Uhr wird eine Präsentation „Malalo o Ka Po Lani“ im astronomischen Informationszentrum (Onizuka Center for International Astronomy) angehört und bis 22:00 Uhr besteht bei guten Wetterverhältnissen die Möglichkeit, durch  Teleskope den Zauber des Sternenhimmels anzuschauen. Dieser Tag wird als Akklimatisationsphase empfohlen, da dieser Beobachtungsort sich bereits auf 2800m befindet. 


Tag 5 (Sonntag, den 28.01.2018) Sonnenuntergangsfotografie auf Mauna Kea

Eugen Kamenew referiert in einem visuellen Vortrag dazu, wie man die Mondfinsternis und den Südlichen Sternenhimmel fotografisch mit einfachen Mitteln, aber dennoch  ästhetisch schön festhalten kann. Am gleichen Tag wird eine Fototour mit einem Autobus zu den weltberühmten astronomischen Sternwarten auf dem Mauna Kea unternommen. Voraussetzung dafür sind geöffnete Straßen zum höchsten Vulkan Hawaiis - Mauna Kea, der über den tiefen Wolken auf einer Höhe von 4205 m majestätisch herausragt. Der Zugang zum erloschenen Vulkan hängt von dort aktuell vorherrschenden Wetterverhältnissen ab. Im Falle eines reibungslosen Zuganges (geöffnete Straßen) zum Aufnahmeort wird ein geradezu surrealer  Mondaufgang (03:36 pm) und ein unvergesslicher Sonnenuntergang (06:11pm) über den Wolken fotografiert. Nach dem Einbruch der Dunkelheit fahren wir ins Hotel zurück.


Tag 6 (Montag, den 29.01.2018) Kilauea – das Fotografieren des aktiven Vulkans

Besuch des Kilauea Visitor-Centers (geöffnet 9:00 - 17:00 Uhr). 

Fotografieren des aktiven Vulkans Kilauea mit dem Sternenhimmel (Voraussetzung dafür ist  gutes Wetter).


Tag 7 (Dienstag, den 30.01.2018) Vollmondfotografie auf Mauna Kea

 

 17:44  -  Fotografieren des Vollmondes nach einem surrealen Aufgang über den Wolken mit dem projetzierten Schatten des Mauna Kea auf der Atmosphäre der Erde

 

18:00  - Fotografieren des Venusgürtels ( Gegendämmerungsbogen)

 

18:12  - Fotografieren des Sonnenuntergangs


Tag 8 (Mittwoch, den 31.01.2018) Fotografieren der totalen Mondfinsternis

 

Vorbereitung auf das Fotografieren der totalen Mondfinsternis in der Nacht vom Dienstag, den 30.01.2018 auf  Mittwoch, den 31.01.2018 am astronomischen Informationszentrum (Onizuka Center for International Astronomy).

 

Beginn der partiellen Phasen: 01:48 am

Maximum der Verfinsterung: 03:29 am

Ende der partiellen Phasen: 05:11 am


Tag 9 (Donnerstag, den 01.02.2018) Originalprogramm:

- Besuch des japanischen Subaru-Teleskopes auf Mauna Kea (wenn es möglich sein wird)

- Besuch des Keck-Observatory auf  Mauna Kea (wenn es möglich sein wird)

 

Alternativprogramm I: IMILOA - das Astronomiezentrum

Besuch des astronomischen Zentrums Imiloa mit dem Planetarium

 

Alternativprogramm II: Pele - wo Lava auf den Pazifischen Ozean trifft

An diesem Tag hiken die Teilnehmer zu den Lavafeldern, wo  fließende Lava auf den Pazifischen Ozean trifft.


Tag 10 (Donnerstag, den 1.02.2018) Flug nach Honolulu


Ihr Foto-Tour Experte

Diese astronomische Foto-Expedition wird begleitet vom preisgekrönten Astrofotografen Eugen Kamenew. Der freiberufliche Expeditionsfotograf wurde von der Royal Greenwich Observatory in London und dem Magazin BBC Sky at Night mit dem "Astronomy Photographer of the Year 2014" Award ausgezeichnet. In Hawaii selbst wurde er mit den folgenden Preisen ausgezeichnet:

 

  • 1st place for digital media achievement from Hawaii Pacific University in First Look Mixed Media Festival (USA, Honolulu, May 7, 2010)
  • 1st place in 27th Okinawan Festival Sharing Uchinanchu Aloha Photo Contest in culture category (USA, Honolulu, September 5 and 6, 2009)
  • Auf der Hawaii Pacific University hat Eugen Kamenew  „Cinematography & Photography“ studiert.
  • Am 6. Juni 2012 unternahm er eine astronomische Expedition auf Big Island zum Fotografieren des Venus-Transites vor der Sonnenoberfläche.
  • Auf der Philipps-Universität Marburg bekam er den akademischen Titel Diplom-Soziologe mit der Ausrichtung in Medienwissenschaften. 

Folgende Programmpunkte in Vorträgen

Wann und wo kann ich die nächste Sonnen- oder Mondfinsternis sehen? Wie kann ich sie dann fotografieren? Möchten Sie die zukünftige Gelegenheit nicht verpassen, einen Kometen für die Ewigkeit festzuhalten? Diese spektakulären „Schweifsterne“ kommen sporadisch in unser Sonnensystem und einige von Ihnen sind sogar mit bloßem Auge zu sehen und genau in solchen Momenten sind sie leicht zu fotografieren. Haben Sie jemals das unvergessliche Schauspiel der Polarlichter erlebt? Wann, wo und wie kann man Aurora Borealis am besten fotografieren? Merkur, Venus, Mars, Jupiter, Saturn: das sind die 5 Planeten unseres Sonnensystems, die mit freiem Auge zu sehen sind. Wann und in welchen Sternbildern kann man sie fotografieren? Welche interessanten Planetenkonstellationen erwarten uns in der Zukunft? Wie kann man die vier Galileischen Jupitermonde Io, Europa, Ganymed, Kallisto ohne ein spezielles Teleskop fotografisch festhalten? Wieso kommt der Erdmond auf meinen Bildern nie so ästhetisch rüber, wie ich ihn mit dem eigenen Auge sehen kann? Wie kann ich gefahrlos einen Merkurtransit vor der Sonne fotografieren? Die ISS ist die internationale Weltraumstation. Wann, wo und wie lange kann man die Überflüge der ISS sehen, fotografieren und sogar filmen? Wenn Sie sich eine dieser Fragen schon mal gestellt haben, dann sind Sie bei diesem astronomischen Expeditions-Fotoworkshop genau richtig. 


Wetter und Standort

Die Errichtung der internationalen Teleskope auf Mauna Kea basierte auf statistischen Beobachtungen zu Sichtbedingungen (die dort für astronomische Beobachtungen exzellent sind). Mauna Kea ist eine der höchsten geografischen Erhebungen im gesamten Pazifischen Ozean. Das Fehlen der künstlichen Lichtverschmutzung und der industriellen Abgase und Aerosole macht diesen heiligen hawaiianischen Berg zu einem der weltweit besten astronomischen Destinationen, wenn es um Astronomie geht. Die Spitze des Berges befindet sich bereits über den 40% der Erdatmosphäre und dadurch entkommt man der relativen Luftfeuchtigkeit zu 98%. Das hat zur Folge, dass der Sternenhimmel kristallklar und an den meisten Tagen im Jahr wolkenlos ist. Natürlich gibt es trotz guter meteorologischer Verhältnisse keine Garantie dafür, wie das Wetter vor Ort sein wird. Dementsprechend können bei einer Schlechtwetterlage auch keine astronomischen Bilder gemacht werden.


Zielgruppen

  • Astrofotografen
  • Reisefotografen
  • Hobby-Astronomen
  • Weltraumenthusiasten
  • Sonnenfinsternis-/Mondfinsternis-Touristen
  • Zeitrafferfotografen (Timelapse-Photography)
  • Langzeitbelichtungs- und Low-Light-Fotografen
  • Landschaftsfotografen
  • Vulkan- und Lavafotografen
  • People in Astrophotography  (Menschen in Astrofotografie) allgemein 

Ausrüstung

Jede Spiegelreflex-, System-, Bridge- und Kompaktkamera mit manueller Einstellung „M“ für Blende und Verschlusszeit und einem manuellen Schärfefokus ist perfekt für die Astrofotografie geeignet. Ein Stativ für die Langzeitbelichtung, Kabel- oder Funkauslöser, genügend Speicherkarten und vollgeladene Akkus sind ebenfalls mitzubringen. Ganz bequem für die Astrofotografie sind die Stirnlampen mit rotem Licht. Sie haben zwei Vorteile. Zum einen hat der Astrofotograf freie Hände und zum anderen ruiniert das rote Licht der Taschenlampe nicht die Adaptionszeit des menschlichen Auges um noch die lichtschwachen Himmelsobjekte am nächtlichen Himmel zu sehen. Eine warme Thermoskanne ist immer von Vorteil, wenn man längere Zeit draußen fotografieren möchte. Regenfeste, extrem warme arktische Kleidung und Wanderschuhwerk sind zu empfehlen, denn auf dem Mauna Kea könnten um diese Jahreszeit widrige Wetterbedingungen herrschen. Es gibt natürlich keine Wetterprognosen, wie das Wetter genau an diesem Tag sein wird. Dementsprechend gibt es keine Garantie für einen sternklaren Himmel.

 


Medizinisher Hinweis:

 

Mauna Kea stellt für jeden Besucher eine körperliche und mentale Herausforderung dar. Auf Mauna Kea gibt es 60% weniger Sauerstoffgehalt als am Meeresspiegel. Sollten Sie Erkrankungen haben, die Ihre körperliche Leistungsfähigkeit einschränken, so konsultieren Sie vor der Reise bitte einen Facharzt.


Geografische Lage der Hawaiianischen Inseln