Equinox - Tag und Nachtgleiche und Sternschnuppenregen der Pisciden am 22. September

Seminarinhalte:

 

In der Nacht vom 22. auf den 23. September 2018 ereignen sich zwei besondere astronomische Events: der Planet Venus in seinem maximalen Glanzlicht der Tagundnachtgleiche und der Sternschnuppenregen der Pisciden.Im Jahr 2018 steht die Sonne am 23. September um 03:53 MESZ im Herbstpunkt. Das astronomische Phänomen heißt Äquinoktium. Überall auf der Erde herrscht Tagundnachtgleiche, d.h. die Tages- und Nachtlänge sind identisch.


Mit dem bloßen menschlichen Auge sind 5 Planeten unseres Sonnensystems sichtbar. Der hellste Planet von der Erde aus gesehen ist die Venus. Der innere Planet ist entweder als Abend- oder Morgenstern zu beobachten. Wenn die Venus unter einem bestimmten Blickwinkel zwischen der Erde und der Sonne steht, dann erstrahlt sie in ihrem maximalen Glanzlicht. Der 22. September ist die letzte Chance, den heliakischen Venusuntergang (die letzte Abendsichtbarkeit des Planeten) zu sichten. Zwar erstrahlt die Venus mit -4,8 Magnitudo in ihrer maximalen Helligkeit, aber gleichzeitig befindet sich dieser Abendstern sehr horizontnah an der Sonne, was die Abendsichtbarkeit des Planeten extrem erschwert und dieser daher nur unter idealen Bedingungen zu sehen sein wird.

Im Herbstmonat September sind reichlich Sternschnuppen zu sehen. Das fotografische Programm fokussiert sich auf die Sternschnuppenfotografie. Der Meteoritenregen der Pisciden wird mit seinem Maximum um den 22. September erwartet. Es werden 5 bis 10 Meteore pro Stunde erwartet. Der Ausstrahlungspunkt, der Radiant, kommt aus dem Sternbild der Fische, deswegen wird dieser Meteoritenregen als Pisciden-Sternschnuppenregen bezeichnet.

 

Zusätzlich im Programm:

 

Haben Sie immer schon davon geträumt, eine Sternschnuppe zu fotografieren, um sich später beim Anblick dieser Fotografie unendlich viele Wünsche auszudenken? Wann und wo kann man die meisten Sternschnuppen sehen, und wie kann man die Meteoriten fotografieren? Wann und wo kann ich die nächste Sonnen- oder Mondfinsternis sehen? Wie kann ich sie dann fotografieren? Möchten Sie die zukünftige Gelegenheit nicht verpassen, einen Kometen für die Ewigkeit festzuhalten? 

Diese spektakulären „Schweifsterne“ kommen sporadisch in unser Sonnensystem und einige von Ihnen sind sogar mit bloßem Auge zu sehen und genau in solchen Momenten sind sie leicht zu fotografieren. Haben Sie jemals das unvergessliche Schauspiel der Polarlichter erlebt? Wann, wo und wie kann man Aurora Borealis am besten fotografieren? Merkur, Venus, Mars, Jupiter, Saturn: das sind die 5 Planeten unseres Sonnensystems, die mit freiem Auge zu sehen sind. Wann und in welchen Sternbildern kann man sie fotografieren? Welche interessanten Planetenkonstellationen erwarten uns in der Zukunft? Wie kann man die vier Galileischen Jupitermonde Io, Europa, Ganymed, Kallisto ohne ein spezielles Teleskop fotografisch festhalten? Wieso kommt der Erdmond auf meinen Bildern nie so ästhetisch rüber, wie ich ihn mit dem eigenen Auge sehen kann? Wie kann ich gefahrlos einen Merkurtransit vor der Sonne fotografieren? Die ISS ist die internationale Weltraumstation. Wann, wo und wie lange kann man die Überflüge der ISS sehen, fotografieren und sogar filmen?

Wenn Sie sich eine dieser Fragen schon mal gestellt haben, dann sind Sie in diesem Astro- Fotoworkshop genau richtig.

Ablauf:

Bei sternklarem Himmel: 

22. September 2018

18:00 – 20:00 Theorie (2 Stunden)
20:00 – 21:00 Abendessen (1 Stunde)
21:00 – 02:00 Praxis (5 Stunden)
Der Monat September bietet ein reiches astronomisches Fotoprogramm. Bei einem sternenklaren Himmel werden folgende Motive ins Visier genommen.

 

Fotomotive: Saturn im Sternbild Schütze, Mars im Sternbild Steinbock, Mondfotografie, Milchstraße, Andromeda-Galaxie, Sommersternbilder, eventuelle Vorbeiflüge der internationalen Weltraumstation ISS, Iridium-Satelliten, sporadische Sternschnuppen.

 

 

Bei bewölktem Himmel:

 

18:00 - 20:00 Theorie (2 Stunden)

20:00 - 21:00 Abendessen (1 Stunde)
21:00 - 24:00 Praxis (3 Stunden)
Alternativprogramm bei bewölktem Himmel: Landschaften bei Nacht, Langzeitbelichtungen, Malen mit Licht, Zeitrafferaufnahmen und das Erstellen des 4K-Videos.

 Der Standort:

 

Der Katzenbuckel ist ein ehemals erloschener Vulkan und mit 626 m der höchste Berg des Odenwaldes. Der Vulkan befindet sich im Naturpark Neckartal-Odenwald und war vor ca. 60 Millionen Jahren aktiv. Der Naturpark Neckartal-Odenwald ist mit einer Größe von 1520 km² einer der größten Naturparks Baden-Württembergs. Die nächst größere Stadt ist Heidelberg in 30km Entfernung in westlicher Richtung. Dadurch findet man an diesem Ort ideale Bedingungen für die Astrofotografie, weil kaum künstliche Lichtverschmutzung vorhanden ist. Die relativ hohe Lage des Katzenbuckels macht es möglich, oberhalb der aufkommenden Nebelbänke zu fotografieren. Ein weiterer Vorteil der erhöhten Lage ist, dass die relative Luftfeuchtigkeit und dadurch das Beschlagen des fotografischen Objektives minimiert wird.

 

Die Natur mit der wunderschönen Landschaft lädt zum Spazierengehen und einfach zum Verweilen ein. Diese Gegend ist nicht nur bei den Einheimischen sehr beliebt. Dafür gibt es mehrere Gründe. Im Sommer kann man den geologischen und mineralogischen Lehrpfad, den sogennanten „Weg der Kristalle“ durchwandern. Der Pfad erklärt die Entstehungsgeschichte des Katzenbuckels. Dabei genießen die Spaziergänger die frische Luft und die Ruhe. Im Winter ist es ein idealer Ort für die Spaß-und Sport- Aktivitäten im Schnee. Die Langlaufloipen und die Sprungschanze (Katzenbuckelschanze) sind eindeutige Indizien dafür. Der Katzenbuckel und seine Umgebung sind merklich kühler als andere Teile des Odenwaldes, was seinen Hochflächen auch den volkstümlichen Namen „Winterhauch“ eingebracht hat.  

 

   

     Die Zielgruppe:

  • Astrofotografen
  • Reisefotografen
  • Polarlicht-Touristen
  • Hobby-Astronomen
  • Weltraumenthusiasten
  • Sonnenfinsternis-/Mondfinsternis-Touristen
  • Zeitrafferfotografen (Time Lapse Photography)
  • Langzeitbelichter und Low-Light-Fotografen
  • Landschaftsfotografen bei Nacht
  • People in Astrophotography (Menschen in Astrofotografie)

Geeignet für Fortgeschrittene, die neue Sichtweisen und Techniken der Astrofotografie kennen lernen wollen. Wichtig ist, dass Sie die Kamerafunktionen, Blenden- und Zeitautomatik kennen und Ihnen die wichtigsten Menüfunktionen bekannt sind.

 

 Die Ausrüstung:

 

Jede Spiegelreflex-, System-, Bridge- und Kompaktkamera mit manueller Einstellung „M“ für Blende und Verschlusszeit und einem manuellen Schärfefokus ist perfekt für die Astrofotografie geeignet. Ein Stativ für die Langzeitbelichtung, Kabel- oder Funkauslöser, genügend Speicherkarten und vollgeladene Akkus sind ebenfalls mitzubringen. Ganz bequem für die Astrofotografie sind die Stirnlampen mit roten Licht. Sie haben zwei Vorteile. Zum einen hat der Astrofotograf freie Hände und zum anderen ruiniert das rote Licht der Taschenlampe nicht die Adaptionszeit des menschlichen Auges um noch die lichtschwachen Himmelsobjekte am nächtlichen Himmel zu sehen. Eine warme Thermoskanne ist immer von Vorteil, wenn man längere Zeit draußen fotografieren möchte. Regenfeste, warme Kleidung und ein gutes Schuhwerk sind zu empfehlen, denn dieser Astrofotoworkshop findet bei jedem Wetter statt. Wechsel-Schuhwerk kann durchaus notwendig sein. Da der praktische Teil für die Teilnehmer im Freien stattfindet, eignen sich warme Wanderschuhe besonders gut. Der theoretische Teil findet im Hotel statt, aus diesem Grund bitten wir die Teilnehmer zusätzlich zu den Wanderschuhen noch saubere Hausschuhe mitzuführen. Es gibt natürlich keine Wetterprognosen, wie das Wetter genau an diesem Tag sein wird. Dementsprechend gibt es keine Garantie für einen sternklaren Himmel.

 

Die Kosten und Leistungen:

 

Wir bieten Ihnen während des gesamten Workshops eine professionelle Betreuung jedes Einzelnen sowie Verpflegung und auf Wunsch FUJIFILM-Leihkameras (bitte bei der Anmeldung angeben). Außerdem erhält jeder Teilnehmer ein Teilnahmezertifikat über das erfolgreiche Erreichen des Workshop-Ziels. 



 

Dozent: Eugen Kamenew (weitere Informationen)

Dauer: 8 Stunden

Preis: 179,- EUR

Termine: 22. September 2018