Spektakuläre Planetenbegegnung: „Seltene und nahe Planetenkonstellation: Mars & Jupiter“ am 6.-7. Januar 2018

Seminarinhalte:

 

In den frühen Morgenstunden des 7. Januar 2018 erwartet uns Erdlinge am Sternenhimmel ein besonderes Himmelsereignis. Der rote Planet Mars wandert nur 0,2 Grad südlich am Riesenplaneten Jupiter vorbei. Nach der antiken römischen Religion repräsentieren diese zwei Planeten unseres äußeren Sonnensystems die zentralen Gottheiten. Demnach ist der Jupiter die oberste Gottheit. 


 

Das entspricht auch den physikalischen Tatsachen, dass Jupiter einer der größten und schwersten Planeten in unserem Sonnensystem ist. In den Äquatordurchmesser des Jupiters würde die Erde 12 mal hineinpassen und Jupiter besitzt die 2,47-fache Masse aller übrigen Planeten. Durch die enorme Gravitationskraft hält der Jupiter 69 natürliche Satelliten in seiner Umlaufbahn. Die vier größten Satelliten des Planeten Jupiter sind seine Galileische Monde. Der italienische Astronom Galileo Galilei hat sie im Jahre 1610 als erster durch sein Teleskop entdeckt und beschrieben. Bei diesem Fotoworkshop werden wir auch Telebrennweiten nutzen, um die Galileische Monde fotografisch festzuhalten.

 

Der Mars stellt nach der römischen Mythologie den Kriegsgott dar. Auch hier spielt die physikalische Eigenschaft des Planeten eine wichtige Rolle. Die rötliche Färbung der Oberfläche des Mars wird mit der roten Farbe des Blutes und damit mit Krieg assoziiert. In diesem Sommer kommt der Mars in extreme Erdnähe und erstrahlt in seinem vollen Glanz. Für einige Wochen ist der Mars sogar heller als der weißlich leuchtende Jupiter.

 

Bei der spektakulären Planetenkonstellation in den frühen Morgenstunden des 7. Januar 2018 ist die Helligkeitsverteilung der beiden Planeten umgekehrt. Jupiter mit -1,7 Magnitudo leuchtet heller als der rote Planet mit +1,4 Magnitudo. Beide Planeten gehen in der Nacht vom 6. auf den 7. Januar über dem süd-östlichen Horizont um 4:00 auf und befinden sich im Sternbild Waage. Bis 6:30, wenn die Dämmerung anbricht, haben die Astro-Fotografen genug Zeit, diese seltene Planetenkonstellation mit unterschiedlichen Perspektiven, Brennweiten, Belichtungszeiten und terrestischen Fotomotiven für die Ewigkeit fotografisch festzuhalten. Dabei wird Eugen Kamenew jedem einzelnen Fotografen assistieren und ihm wertvolle Tipps und Tricks aus seinem Erfahrungsschatz weitergeben. Das einzige, was leider nicht garantiert werden kann, ist das Wetter. Aus diesem Grund gibt es keine Garantie auf einen sternklaren Nachthimmel. Für diesen Fall gibt es ein alternatives Theorieprogramm, damit die Teilnehmer sich das Wissen aneignen, das sich bei späteren astronomischen Ereignissen als relevant und nützlich erweist, um zu einem guten astronomischen Foto zu gelangen.  

Zusätzlich im Programm:

 

Haben Sie immer schon davon geträumt, eine Sternschnuppe zu fotografieren, um sich später beim Anblick dieser Fotografie unendlich viele Wünsche auszudenken? Wann und wo kann man die meisten Sternschnuppen sehen, und wie kann man die Meteoriten fotografieren? Wann und wo kann ich die nächste Sonnen- oder Mondfinsternis sehen? Wie kann ich sie dann fotografieren? Möchten Sie die zukünftige Gelegenheit nicht verpassen, einen Kometen für die Ewigkeit festzuhalten? 

Diese spektakulären „Schweifsterne“ kommen sporadisch in unser Sonnensystem und einige von Ihnen sind sogar mit bloßem Auge zu sehen und genau in solchen Momenten sind sie leicht zu fotografieren. Haben Sie jemals das unvergessliche Schauspiel der Polarlichter erlebt? Wann, wo und wie kann man Aurora Borealis am besten fotografieren? Merkur, Venus, Mars, Jupiter, Saturn: das sind die 5 Planeten unseres Sonnensystems, die mit freiem Auge zu sehen sind. Wann und in welchen Sternbildern kann man sie fotografieren? Welche interessanten Planetenkonstellationen erwarten uns in der Zukunft? Wie kann man die vier Galileischen Jupitermonde Io, Europa, Ganymed, Kallisto ohne ein spezielles Teleskop fotografisch festhalten? Wieso kommt der Erdmond auf meinen Bildern nie so ästhetisch rüber, wie ich ihn mit dem eigenen Auge sehen kann? Wie kann ich gefahrlos einen Merkurtransit vor der Sonne fotografieren? Die ISS ist die internationale Weltraumstation. Wann, wo und wie lange kann man die Überflüge der ISS sehen, fotografieren und sogar filmen?

 

Wenn Sie sich eine dieser Fragen schon mal gestellt haben, dann sind Sie in diesem Astro- Fotoworkshop genau richtig.

Ablauf:

Bei sternklarem Himmel:

6. Januar 2018

17:00 – 19:00 Theorie (2 Stunde)

19:00 – 20:00 Abendessen (1 Stunde)

20:00 – 22:00 Praxis I (2 Stunden)

 

Fotomotive: Milchstraße, Andromeda-Galaxie, Wintersternbilder, Sirius, eventuelle Vorbeiflüge der internationalen Welraumstation ISS, Iridium-Satelliten, sporadische Sternschnuppen

7. Januar 2018

04:00 – 6:30 Praxis II (2:30 Stunden) Spektakuläre Planetenbegegnung: „Mars & Jupiter“

Fotomotive: Seltene und nahe Planetenkonstellation: Mars & Jupiter; Galileische Jupitermonde: Io, Europa, Callisto, Ganymed; Mondfotografie

 

Bei bewölktem Himmel:

17:00 - 19:00 Theorie (2 Stunden)

19:00 - 20:00 Abendessen (1 Stunde)

20:00 - 23:00 Praxis „Landschaften bei Nacht“ (3 Stunden) 

Der Standort:

Der Katzenbuckel ist ein ehemals erloschener Vulkan und mit 626 m der höchste Berg des Odenwaldes. Der Vulkan befindet sich im Naturpark Neckartal-Odenwald und war vor ca. 60 Millionen Jahren aktiv. Der Naturpark Neckartal-Odenwald ist mit einer Größe von 1520 km² einer der größten Naturparks Baden-Württembergs. Die nächst größere Stadt ist Heidelberg in 30km Entfernung in westlicher Richtung. Dadurch findet man an diesem Ort ideale Bedingungen für die Astrofotografie, weil kaum künstliche Lichtverschmutzung vorhanden ist. Die relativ hohe Lage des Katzenbuckels macht es möglich, oberhalb der aufkommenden Nebelbänke zu fotografieren. Ein weiterer Vorteil der erhöhten Lage ist, dass die relative Luftfeuchtigkeit und dadurch das Beschlagen des fotografischen Objektives minimiert wird.

Die Natur mit der wunderschönen Landschaft lädt zum Spazierengehen und einfach zum Verweilen ein. Diese Gegend ist nicht nur bei den Einheimischen sehr beliebt. Dafür gibt es mehrere Gründe. Im Sommer kann man den geologischen und mineralogischen Lehrpfad, den sogennanten „Weg der Kristalle“ durchwandern. Der Pfad erklärt die Entstehungsgeschichte des Katzenbuckels. Dabei genießen die Spaziergänger die frische Luft und die Ruhe. Im Winter ist es ein idealer Ort für die Spaß-und Sport- Aktivitäten im Schnee. Die Langlaufloipen und die Sprungschanze (Katzenbuckelschanze) sind eindeutige Indizien dafür. Der Katzenbuckel und seine Umgebung sind merklich kühler als andere Teile des Odenwaldes, was seinen Hochflächen auch den volkstümlichen Namen „Winterhauch“ eingebracht hat.

 

Die Zielgruppe:

  • Astrofotografen
  • Reisefotografen
  • Polarlicht-Touristen
  • Hobby-Astronomen
  • Weltraumenthusiasten
  • Sonnenfinsternis-/Mondfinsternis-Touristen
  • Zeitrafferfotografen (Time Lapse Photography)
  • Langzeitbelichter und Low-Light-Fotografen
  • Landschaftsfotografen bei Nacht
  • People in Astrophotography (Menschen in Astrofotografie)

Geeignet für Fortgeschrittene, die neue Sichtweisen und Techniken der Astrofotografie kennen lernen wollen. Wichtig ist, dass Sie die Kamerafunktionen, Blenden- und Zeitautomatik kennen und Ihnen die wichtigsten Menüfunktionen bekannt sind.

 

Die Ausrüstung:

Jede Spiegelreflex-, System-, Bridge- und Kompaktkamera mit manueller Einstellung „M“ für Blende und Verschlusszeit und einem manuellen Schärfefokus ist perfekt für die Astrofotografie geeignet. Ein Stativ für die Langzeitbelichtung, Kabel- oder Funkauslöser, genügend Speicherkarten und vollgeladene Akkus sind ebenfalls mitzubringen. Ganz bequem für die Astrofotografie sind die Stirnlampen mit roten Licht. Sie haben zwei Vorteile. Zum einen hat der Astrofotograf freie Hände und zum anderen ruiniert das rote Licht der Taschenlampe nicht die Adaptionszeit des menschlichen Auges um noch die lichtschwachen Himmelsobjekte am nächtlichen Himmel zu sehen. Eine warme Thermoskanne ist immer von Vorteil, wenn man längere Zeit draußen fotografieren möchte. Regenfeste, warme Kleidung und ein gutes Schuhwerk sind zu empfehlen, denn dieser Astrofotoworkshop findet bei jedem Wetter statt. Wechsel-Schuhwerk kann durchaus notwendig sein. Da der praktische Teil für die Teilnehmer im Freien stattfindet, eignen sich warme Wanderschuhe besonders gut. Der theoretische Teil findet im Hotel statt, aus diesem Grund bitten wir die Teilnehmer zusätzlich zu den Wanderschuhen noch saubere Hausschuhe mitzuführen. Es gibt natürlich keine Wetterprognosen, wie das Wetter genau an diesem Tag sein wird. Dementsprechend gibt es keine Garantie für einen sternklaren Himmel.

 

Die Kosten und Leistungen:

Wir bieten Ihnen während des gesamten Workshops eine professionelle Betreuung jedes Einzelnen sowie Verpflegung und auf Wunsch FUJIFILM-Leihkameras (bitte bei der Anmeldung angeben). Außerdem erhält jeder Teilnehmer ein Teilnahmezertifikat über das erfolgreiche Erreichen des Workshop-Ziels. 



 

Dozent: Eugen Kamenew (weitere Informationen)

Dauer: 7 Stunden

Preis: 149,- EUR

Termine: 6.-7. Januar 2018